Montag, 30. Januar 2017

REZENSION - WENN DU STIRBST, ZIEHT DEIN GANZES LEBEN AN DIR VOBEI, SAGEN SIE

Titel: Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Autor: Lauren Oliver
Format: Hardcover, 447 Seiten
Erscheinungsdatum: August 2010
Verlag: Carlsen







  







Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte ...
Quelle!





Samantha, von den meisten nur Sam genannt und ihre 3 besten Freundinnen gehören zur beliebtesten Clique an ihrer Highschool.
Sie hat einen Freund, Rob. Mit dem sie glücklich ist.
Sie geht jedes Wochenende auf Partys, erfreut sich an ihrem Leben.
Und doch trifft sie ein hartes Schicksal. Sie stirbt direkt nach einer Party bei einem Autounfall.
Ab sofort erlebt Sam den 12. Februar immer wieder aufs neue. Genau genommen sieben mal....



Das Buch lag jetzt leider über ein Jahr auf meinem SUB.
Dank meinem SUB-Glas (ich lerne es langsam echt lieben) durfte ich es diesen Monat lesen.

Ich hatte noch nie ein Buch, welches einen so langen Titel trägt. Umso gespannter war ich, was es denn damit auf sich hat.

Beginnen wir mit den Charakteren.
Sam ist unsere Hauptprotagonistin.
Sie gehört zu der beliebtesten Clique auf der Thomas- Jefferson-Highschool in Connecticut.
Anfangs fand ich sie extrem nervig. Sie hat scheinbar alles. Benimmt sich wie die Oberzicke schlecht hin (Was wohl an ihrem Ruf liegt), behandelt ihre Mitmenschen schlecht (außer natürlich ihre besten Freundinnen und ihren Freund).
Das wirklich schlimme an ihrem Verhalten fand ich, dass sie selbst mal zu der niederen Klasse gehört hat, und somit genau weiß was Mobbing anrichten kann und trotzdem macht sie es.
Doch nach ihrem Autounfall und ihrem Tod, erlebt sie den 12. Februar immer aufs neue und realisiert, dass sie ihr Leben nicht so beenden kann.
Sie versucht sich zu ändern. Doch erst gegen Ende des Buches wird ihr klar, wie sie wirklich Abschied von ihren Freunden, ihrer Familie,... nehmen möchte.

Im Laufe des Buches emfand ich Sam zwar immer noch hin und wieder nervig, aber ich fand es wundervoll, wie sie sich langsam aber sicher auch in andere hineinversetzen kann. Auch wenn ich es schade fand, dass sie hierfür ersteinmal sterben musste.

Das Buch wird aus Sams Sicht erzählt, was ja auch naheliegt, denn nur sie durchlebt diesen Tag immer wieder aufs neue. Denn alle anderen Charaktere erleben diesen Tag zum ersten mal. 
Durch die Ich-Perspektive ist man einfach mittendrin und bekommt einen wundervollen Einblick in Sams Gedankenwelt. Dadurch hab ich Sam irgendwann auch nicht mehr als die Oberzicke vom Anfang gesehen, sondern als ein junges Mädchen, welches versucht anderen auch zu helfen.

Ich habe leider den Fehler gemacht, einige Szenen nur noch zu überfliegen, da ich dachte "Ach soviel kann sich da ja jetzt nicht ändern."
Je länger ich aber darin gelesen habe, desto interessanter fand ich es, was sich nur durch eine kleine Veränderung, im täglichen Ablauf, doch verändern kann.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich wieder ganz genau gelesen.
Besonders gegen Ende hin, hat mich das Buch total mitgerissen.

Wo wir auch schon beim Ende wären.
Leider hat mich das dann doch mit gemischten Gefühlen zurück gelassen.
Zum einen fand ich es klasse, wie Sam alles gedeichselt hat, wie sie versucht hat ihr Leben doch noch auf eine andere Art und Weise zu Leben. Und doch war es für mich so plötzlich.
Natürlich war mir klar, dass sie definitiv für alle Zeit sterben wird, ihren Seelenfrieden findet,.... Es fällt mir einfach schwer mit diesem Ende auf einen Nenner zu kommen.....


Alles in allem kann man sagen, dass das Buch einen nachdenklich zurück lässt.
Ich hab mir zum Teil schon Gedanken gemacht, was ich eigentlich mit meinem Leben anstelle. Was hat Prioritäten. Welche Konsequenzen hat mein Verhalten anderen Menschen gegenüber. Das nicht jeder Mensch perfekt ist und auch niemals perfekt handeln kann ist klar, aber trotzdem macht man sich Gedanken, ob man sein Leben richtig lebt und ob man in manchen Situationen richtig handelt.
Und auch die Frage: "Wie wird man vielleicht nach meinem Tod mal über mich denken?" hat mich beschäftigt.




"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" ist ein trauriges und sogleich wundervolles Buch.
Es regt definitiv zum Nachdenken an!



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