Samstag, 29. April 2017

REZENSION - LOST BOY

Titel: Lost Boy  
Autor: Johannes Groschupf
Format: Taschenbuch, 235 Seiten
Erscheinungsdatum: Januar 2017
Verlag: Oetinger











Verloren in den Tunneln des Vergessens: Als Lennart nachts im Hamburger Hauptbahnhof erwacht, weiß er weder wo er ist, noch wer er ist oder warum er hier ist. Nur mit dem Foto eines ihm unbekannten Mädchens in der Tasche macht er sich auf die Suche nach seiner Identität und seiner scheinbar verlorenen Liebe. Seine Reise führt ihn tief in die Clubszene Berlins und bringt ihn seiner Vergangenheit immer näher. Nach und nach findet Lennart heraus, dass er den musikalischen Manipulationen des charismatischen, aber gefährlichen DJs Bulgur verfallen ist. Wird Lennart sich retten können? 
Quelle!

Lennart wacht eines Tages im Hauptbahnhof in Hamburg auf.
Ohne Handy, Ausweise oder ähnliches.
er weiß nicht wer er ist, wo er herkommt und was er auf einer Bank im Hamburger Hauptbahnhof macht.

Da ihm nichts anderes übrig bleibt, erkundet er Hamburg und macht Bekanntschaft mit einer jungen Frau namens Jule.
Gemeinsam mit ihr versucht er herauszufinden wer er ist und wo er herkommt.
Schließlich landen die beiden in Berlin in der Clubszene und allmählich beginnt Lennart immer mehr aus seinem bisherigen Leben herauszufinden....




Ich habe das Buch von einer Freundin aus Hamburg zugeschickt bekommen und war sehr gespannt darauf, was das Buch zu bieten hat.

Die Geschichte die der Autor Johannes Groschupf uns darbietet, war für mich sowohl ein spannendes als auch realistisches Buch.

Die Techno Szene, in welcher Lennart sich bewegt, ist absolut nicht so harmlos wovon ich als Technohörer bisher immer ausgegangen bin.
Die Szenen in den unterschiedlichsten Underground Techno Partys waren sehr düster, was wiederrum gut zu der Stimmung innerhalb des Buches passte und diese noch verstärkte.

Dadurch das "Lost Boy" aus der Sicht von Lennart geschrieben ist, hat man als Leser einen sehr guten Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt.
Für mich die perfekte Lösung um die Technoszene und alles drumherum gut und glaubhaft darzustellen.

Die Charaktere waren soweit ganz gut ausgearbeitet.
Fast alle wirken durch die gut durchdachte Ausarbeitung von Johannes Groschupf sehr authentisch.
Wie ihr sicherlich bemerkt habt, sagte ich fast.
Denn die Reaktionen der Erwachsener (speziell die von Lennarts Eltern) waren für mich nicht nachvollziehbar.
Wie kann man es denn einfach so hinnehmen, dass der eigene Sohn 3 Wochen spurlos verschwindet ohne auch nur einmal zur Poliezi zu gehen?
Und auch als Lennart wieder auftaucht nehmen sie es hin, dass er Nachts wieder das Haus verlässt ohne ein Handy.
Ich weiß ja nicht ob das Berliner Eltern so machen, aber meine Eltern hätten das niemals einfach so hingenommen, dass ich wochenlang verschwinde ohne auch nur ein Sterbenswörtchen von mir hören zu lassen...
Für mich der nervigste Teil des Buches....

Johannes Groschupf hat einen sehr gelungenen Schreibstil.
Er weiß wie er die DInge auf den Punkt zu bringen hat.


Beim durchblättern am Ende des Buches, habe ich noch weitere Bücher des Autors entdeckt.
Ein Buch hat mich besonders Neugierig gemacht.
und zwar "Lost Places", welches einige Charaktere aus "lost Boy" beeinhltet und ebenfalls in Berlin und seinen verwegensten Orten spelt.
Dieses Buch ist sofort auf meine Wunschliste gewandert, denn es hört sich richtig gut an.




Eine realistische Geschichte, welche in der Underground Techno Szene von Berlin spielt.
Leider hatte ich meine Mühe beim verstehen der Reaktion von Lennarts Eltern auf sein Verschwinden....





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