Montag, 29. Mai 2017

REZENSION - ICH LASS DICH NICHT LOS

Titel: Ich lass dich nicht los
Autor: Madeleine Reiss
Format: Taschenbuch, 349 Seiten
Erscheinungsdatum: Juli 2015
Verlag: Random House



Vielen Dank an das Bloggerportal für das bereitstellen des Rezensionsexemplares.








„Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.“ Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ...
Quelle!


Carrie leidet noch immer unter dem Verlust ihres Sohnes Charlie.
Dieser ist seit einem Besuch am Strand spurlos verschwunden.
Am besagten Strandtag lernte Carries Sohn einen anderen Jungen kennen, Max, der Sohn von Molly.

Weder Carrie noch Molly rechnen damit, sich jemals wieder zu sehen, doch das Schicksal hat andere Pläne....






Erst war ich mächtig neugierig auf das Buch und die Geschichte, dann hat es mich beim lesen gelangweilt, weshalb ich es beiseite gelegt hatte.
Nachdem ich jetzt aber irgendwie total Lust darauf hatte, hab ich dem Buch noch eine zweite Chance gegeben.

Auch beim zweiten Versuch kam ich zu Beginn sehr schlecht hinein.
Doch anders als beim ersten Versuch habe ich mich durch den Anfang gekämpf, denn ich wollte wissen, was mit Charlie geschah.
Und siehe da, es wurde besser.

Die Autorin Madeleine Reiss hat einen sehr detaillierten Schreibstil, der unter anderem die Gefühle der Protagonisten wunderbar zur Geltung bringt.
Dank des detaillierten Schreibstils hatte ich das Gefühl ein Teil des Buches zu sein.

Das Buch hatte neben dem Thema auch noch etwas anderes neues für mich zu bieten.
Im Buch wird ab einem gewissen Zeitpunkt regelmäßig ein Medium kontaktiert.
Diese Möglichkeit, mit dem Tod eines Menschen zurecht zu kommen, war für mich neu, trotzdem war ich von den Umsetzung positiv überrascht.
Die Möglichkeit des Mediums kam mir zu Beginn äußerst suspekt vor, doch für Carrie und deren Umgang mit dem Tod des eigenen Sohnes war es ein wichtiger Schritt.

Die beiden Hauptcharaktere Carrie und Molly haben beide eine Schreckliche Vergangenheit hinter sich.
Jede versucht mit ihrer Vergangenheit anders abzuschließen.
Zu Beginn konnte ich den Zusammenhang der beiden Schicksale nicht begreifen.
Doch je weiter die Handlung voranschritt desto klarer wurde alles.

Anfangs verwirrte mich die Erzählperspektive.
Denn das Buch wird sowohl von Carrie als auch Molly erzählt.
Jedoch nicht immer abwechselnd, was zu Beginn eine große Verwirrung bei mir auslöste.
Ab einem gewissen Zeitpunkt war das Lesen der unterschiedlichen Perspektiven kein Problem mehr für mich.
Das später auch aus der Sicht von Max erzählt wurde, fand ich toll.

Alles in allem war "Ich lass dich nciht los" ein äußerst emotionales Buch.
Jedoch passten für mich die hin und wieder vorkommenden Sexszenen absolut nicht ins Bild.
Klar das Leben muss ja doch auch irgendwie weiter gehen, doch für mich waren diese Szenen doch etwas unnötig.






"Ich lass dich nicht los" war ein sehr emotionales Buch, welches leider durch die immer wieder aufkommenden Sexszenen einiges an Symphatie einbüßen musste, denn diese waren in meinen Augen, bei diesem schweren und emotionalen Thema, vollkommen unnötig.


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